EcoBus - Die Idee
Das EcoBus-Konzept greift die alte Idee des Anrufbusses auf und kombiniert die Vorteile von Taxi- und Busfahrten, indem es moderne Netzwerkalgorithmen für eine optimierte Bündelung der Fahrtwünsche in Echtzeit nutzt. Fahrtanfragen mehrerer Fahrgäste in gleiche oder ähnliche Richtungen werden durch den Einsatz von Kleinbussen kombiniert (ride sharing). Damit bietet EcoBus zukünftig Transport von Tür zu Tür zur gewünschten Zeit: flexibler als ein Linienbus - günstiger als ein Taxi.
EcoBus - fährt ab, für
Kommunen Denn EcoBus ersetzt teure, wenig genutzte Linienbusse und eröffnet neue Wege
Verkehrsbetriebe Denn EcoBus integriert Bus- und Taxiunternehmen sowie Bürgerbusse vor Ort
Firmen, Einrichtungen und Veranstalter Denn EcoBus bringt Mitarbeiter, Kunden und Besucher flexibel, verlässlich und entspannt ans Ziel
Entscheidungsträger, Stadtentwickler und Regionalplaner Denn EcoBus liefert Mobilität für alle Bürgerinnen und Bürger und belebt so städtische und ländliche Räume
Wir erforschen ein ÖPNV-System, das allen Menschen flexible Mobilität bieten kann...
Team
und werden darin von den Entscheidungsträgern Südniedersachsens intensiv unterstützt.
(v.l.n.re) Andreas Sorge, Carolin Hoffrogge-Lee, Stephan Herminghaus, Jan Schlüter, Levke Johanna Deutsch und Marc Timme.
Projekt
EcoBus - Die Vision
EcoBus bietet flexible, bezahlbare und umweltfreundliche Mobilität als bedarfsgerechten Service für alle. Für lange Strecken fungiert EcoBus als Zubringer zu Linienverkehren (z.B. Bahn) und stärkt diese somit. Örtliche Verkehrsunternehmen führen die Fahrten durch und kombinieren die Mobilitätsangebote optimal, schnell und zuverlässig. So kann EcoBus den motorisierten Individualverkehr durch einen effektiven, intermodalen, öffentlichen Personennahverkehr ersetzen.
News
FAQ
Wie können Sie einen EcoBus  rufen? Wie bei der klassischen Taxi- oder Rufbuszentrale melden die Fahrgäste ihren Fahrbedarf ad hoc oder im Voraus an. Fahrtanfrage und Buchung erfolgen via Smartphone-App, Internet oder auch telefonisch. Idealerweise werden von öffentlicher Hand zudem Mobilitätsbüros eingerichtet, bei denen Fahrgäste, neben allgemeinen Auskünften zum ÖPNV auch spezielle Fragen zu EcoBus stellen und Fahrten mit EcoBus buchen können.
Wo liegt der Unterschied zwischen EcoBus und einem klassischen Taxi oder Linienbus? Taxis fahren nach Bedarf von Tür zu Tür, sind aber recht teuer. Linienbusse fahren nach einem bestimmten Fahrplan vorgegebene Strecken und transportieren mehrere Fahrgäste gleichzeitig. EcoBus  kombiniert die Vorteile aus beidem und bietet einen Tür-zu- Tür Service mit mehreren Fahrgästen an Bord, die zu ähnlichen Zeiten in ähnliche Richtungen wollen.
Brauchen Sie ein Smartphone, um den EcoBus zu bestellen?   Nein. Sie können den EcoBus  auch im Vorfeld im Internet buchen oder telefonisch in einer Mobilitätszentrale eine Fahrt bestellen.
Ab wann können Sie EcoBus  fahren?  Noch ist das Ganze ein Forschungsprojekt. Wir sind um eine baldige Umsetzung bemüht. Sobald wir die notwendigen wissenschaftlichen Erkenntnisse gesammelt haben, kann es losgehen! 
Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation Am Faßberg 17 37077 Göttingen
Team
Telefon: +49-(0)551-5176-555* E-mail: ecobus@ds.mpg.de * Di, Mi, Do: 10 - 12 Uhr und 14 - 16 Uhr
Kontakt
Gibt es EcoBus nicht schon? Es gibt viele Systeme, die auf den ersten Blick ähnlich sind, sich jedoch vom EcoBus-Konzept klar unterscheiden. Meist sind dies sogenannte klassische analoge Anrufbusse, die bereits ausführlich und vergleichend untersucht wurden [1]. Diese starren Systeme sind vergleichsweise unrentabel, weil durchschnittlich nur wenige Fahrgäste pro Bus transportiert werden. Wir konnten nun feststellen, dass auch Rufbussysteme einen Phasenübergang zeigen: nämlich von einem sehr unwirtschaftlichen Zustand (der bislang ausschließlich realisiert wurde) zu einem durchaus rentablen Betrieb (den es noch nicht gibt). Denkt man über konkrete Umsetzungen nach, die diesen Übergang bewerkstelligen könnten, so sieht man aber, dass dort noch eine Menge an Grundlagenforschung fehlt. Das ist die Aufgabe und Mission unseres Projekts EcoBus am Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation. Wir erforschen die Grundlagen einer neuen Ära der Mobilität, deren Ausgestaltung sich zukünftig auf der Agenda von Unternehmen wie "Uber" oder der VW-Marke "Moia" wiederfinden wird.  [1] Ch. Mehlert, Dissertation, "Die Einführung des AnrufBus im ÖPNV", Schriftenreihe für Verkehr und Technik, Erich Schmidt Verlag, Bielefeld 2001
Das EcoBus Forschungsprojekt kann starten. Am 17.03.2017 überreichte die Niedersächsische Ministerin für Wissenschaft und Kultur (MWK) Dr. Heinen-Kljajić den Bewilligungsbescheid zu unserem Antrag “Physik eines integrierten ÖPNV- Systems - dezentral - bedarfsgesteuert - vernetzt“ im Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation auf dem Faßberg. Über die Antragslaufzeit von zwei Jahren fördert das MWK das Projekt mit rund 794.000 Euro. Ministerin Heinen- Kljajić: „Es zeigt, wie die digitale Wissenschaft in Niedersachsen zukunftsweisende Lösungen für gesellschaftliche Herausforderungen entwickelt.“ Nach circa einem Jahr Grundlagenforschung sollen die anvisierten Pilotprojekte gemeinsam mit den am Antrag beteiligten Zweckverbänden (ZVSN/ZGB) in der Fläche Südniedersachsens ausprobiert werden. Mit den einzelnen Pilotprojekten werden im Laufe des kommenden Jahres unterschiedliche Profile getestet Bevölkerungsdichte, Infrastruktur, Topografie, Veranstaltungen und vieles mehr. Somit wird während der Pilotphase ein umfangreicher Datensatz mit einer hohen Aussagekraft für die Entwicklung der EcoBus App entstehen. Danach streben EcoBus  Research und die Projektpartner eine schnelle Ausdehnung auf die gesamte Fläche an.
Nach der Übergabe der Bewilligung im MPIDS: v.l.n.r. F. Rössig,  M. Wunderling-Weilbier, G. Heinen-Kljajić,  S. Herminghaus,  A. Sorge, M. Timme und A. Klinkert-Kittel
Next Generation Mobility Group am MPIDS gegründet Parallel zur Antragslaufzeit “Physik eines integrierten ÖPNV-Systems“ baut das Max- Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation eine wissenschaftlich interdisziplinäre Forschungsgruppe mit dem Namen Next Generation Mobility (NGM) in Göttingen auf. „Mit unserer Gruppe 'Next Generation Mobility' wollen wir eine fundierte Auswertung der EcoBus Piloten sicherstellen und ein wissenschaftliches Fachnetzwerk aufbauen“, betont Jan Schlüter als Leiter der Gruppe. Forschende des MPIDS sowie Studierende der Uni Göttingen und der HAWK untersuchen beispielsweise das Mobilitätsverhalten von Berufsschülerinnen und –schülern in den Landkreisen Northeim und Göttingen oder prüfen das Mobilitätsangebot der Stadt Holzminden.
Team der Next Generation Mobility Gruppe am MPIDS, Leiter Jan Schlüter (3.v.l.) © C. Hoffrogge, MPIDS
Seit 1. Januar 2017 ist das EcoBus Team um eine tatkräftige Unterstützung reicher. Die erfahrene MPIDS-Mitarbeiterin Barbara Kutz organisiert, koordiniert und managt die Termine und Veranstaltungen des EcoBus-Forschungsprojekts.
EFRE-Antrag vom MWK bewilligt
Mobilität der Zukunft
Barbara Kutz leitet EcoBus Sekretariat
FAQ